Sep 14, 2010

Dorothée Quarz of Wer kümmert sich um's Kind?

Journalist Dorothée Quarz's blog Wer kümmert sich ums Kind? Mütter erzählen. ["Who's looking after the kid? Mothers report."] debuts as the first static blog introduced on GCB. 

Follow the jump below to find out why her interview project, that was originally meant to become a book, is better off on a blog, and why guidebooks on how to be a better mother will do you more harm than good.




What's your name, how old are you, and what do you do for a living (or all day, for that matter)?

Dorothée Quarz, 29, journalist.

How long have you been blogging? How did you get around to blogging?

My blog exists since the beginning of this year. It was a child of anger: I kept getting more and more frustrated about the expectations society has for mothers and how the public discourse on child education has been evolving. Just walk into a bookstore and have a look at the family corner: Heaps of guidebooks as to how a good mother should behave. If anything, I believe, they will harden old stereotypes and continue to unsettle us women. In reality, we're looking at a political problem - our government doesn't provide enough assistance for families. There are still too few day care places, and coordinating a career with a family hardly ever works in everyday life. As presently it's still up to the families to find private solutions to the problem, usually it will be the mothers who will have to compromise. I came up with the idea to let mothers have their own say, and interviewed ten of them in completely different situations. How did they feel about being a mother, what was difficult about it, what was nice? How did they cope with society's expectations? I offered those interviews to multiple publishers, but when I kept receiving rejections I decided to publish them as a blog.

What's your blog called and why?

My blog is called „Wer kümmert sich ums Kind? Mütter erzählen.“ ["Who's looking after the kid? Mothers report."] The name indicates that it's still mostly mothers that look after their children, which is why I didn't interview fathers as well.

What are you blogging about? Why?

See my answer to question number 2.

Who's your target audience?

My ideal target audience is very broad: Everyone who has children - fathers, too! - people who are interested in making some, people who want to know what everyday life with a child will be like.

Who designed your blog? How much was that? In case you designed your own layout: Where did you learn how to?

My blog is hosted with Wordpress, you get to choose themes there that will have certain styles. If you like, just add a couple of own photos and there is your layout. Wordpress is free. I just sat down and did it.

Which software and which host do you use? Can you recommend them?

Like I said, it's all Wordpress. I can recommend that for beginners, as it's really easy to use.

What role play photos, MP3-files or video clips on your blog? If you use them, would you mind showing us one?

As originally the interviews were drafted for a book, I make no use of MP3s and video clips. Every interview is accompanied by a photo, though.

How many readers do you have? How many would you like to have? Does their number matter to you at all?

To me it is important that search queries like "exhausting with baby", "my husband doesn't care about our child", or "breast feeding terror" lead to my blog. These are women that enter something into a search engine that mustn't be talked about openly in our society. I'm happy when thanks to my blog they realize they aren't alone in this.

Can you learn how to blog? Do you need to know a lot about computers? Do you have any advice for beginners?

Actually, you don't have to know anything about computers. Whoever can surf the Internet, can create her own blog. Just try and figure it out and don't be afraid of alleged technical difficulty.

Have you made negative experiences with blogging, too? What kind?

Not yet.

And have you ever made money through your blog? If yes, how so?

Again, not yet.

Do you use twitter, too? Why (not)? What pros and cons do you see when it comes to twitter?

I don't use twitter, as I am not updating my blog. I think Twitter makes sense in terms of hinting at new blog posts, but I find it very annoying when used inflationary. For private status updates for friends and acquaintances I use Facebook.

Which other female bloggers can you recommend? Why?

Unfortunately I have no insider tips here. I read the usual suspects: Mädchenmannschaft (one of their editors, Helga, on GCB), Mädchenblog, antjeschrupp (Antje on GCB), Frau Liebe etc. Also many Berlin-themed blogs that are edited by both women and men.


* Und hier das Originalinterview auf Deutsch *
Wie heißt Du, wie alt bist Du, was machst Du beruflich (oder sonst den ganzen Tag)?
Dorothée Quarz, 29, Journalistin.

Seit wann bloggst Du? Wie bist Du darauf gekommen?
Meinen Blog gibt es seit Anfang 2010. Er ist eigentlich aus Wut entstanden: Ich habe mich immer mehr darüber geärgert, welch hohe gesellschaftliche Erwartungshaltung an Mütter gestellt wird und wie der gesellschaftliche Diskurs darüber abläuft. Man muss ja nur mal in eine Buchhandlung gehen und sich die Familienecke anschauen: Dort findet man tausend verschiedene Ratgeber, wie eine gute Mutter zu sein hat. Letztlich führen diese Ratgeber meiner Meinung nach nur dazu, Mütter weiter zu verunsichern und stereotype Rollenbilder zu verfestigen. Dabei sieht die Realität so aus, dass zwar die gesellschaftliche Erwartungshaltung sehr hoch ist, politisch aber viel zu wenig für Familien getan wird. Nach wie vor gibt es zu wenig Betreuungsplätze und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie funktioniert im Berufsalltag sehr schlecht. So bleibt es meist den Familien überlassen, eine private Lösung für das Betreuungsdilemma zu finden. Und leider ist es auch weiterhin so, dass das in den allermeisten Fällen heißt, dass die Mütter zurückstecken. Aus meinem Ärger über diese Situation heraus hatte ich die Idee entwickelt, die Mütter selbst zu Wort kommen zu lassen, und so habe ich zehn Mütter in verschiedenen Lebenssituationen interviewt. Wie empfinden sie das Mutter-Sein, was ist schwierig, was schön? Wie gehen sie mit der gesellschaftlichen Erwartungshaltung um? Diese Interviews hatte ich dann diversen Verlagen angeboten, und als nur Absagen kamen, habe ich sie als Blog veröffentlicht.

Wie heißt Dein Blog und warum?
Mein Blog heißt „Wer kümmert sich ums Kind? Mütter erzählen.“ Der Name ist also Programm und gleichzeitig weist er darauf hin, warum ich nur Mütter und keine Väter interviewe: Weil es eben in den allermeisten Fällen noch immer die Mütter sind, die die Hauptverantwortung für die Kinder tragen.

Worüber bloggst Du? Weshalb?
Siehe Antwort zu Frage 2.

Wer ist Deine Zielgruppe?
Die Zielgruppe, so wie ich sie mir wünsche, ist ganz breit gefächert: Alle, die selbst Kinder haben – auch die Väter! – Menschen, die Kinder bekommen wollen, Menschen, die sich dafür interessieren, wie sich der Alltag mit Kind konkret gestaltet.

Wer hat Deinen Blog designt? Was hat das gekostet? Falls Du das Layout selbst erstellt hast: Wo hast Du gelernt, wie das geht?
Mein Blog ist bei Wordpress, da kann man sich sogenannte „Themes“ auswählen, die das Layout vorgeben. Dann fügt man, wenn man will, ein paar eigene Bilder ein und schon ist das Layout fertig. Wordpress ist kostenlos. Ich habe mich einfach rangesetzt und gemacht.

Welche Software und welchen Host benutzt Du? Kannst Du die weiterempfehlen?
Wie gesagt, bei mir läuft alles über Wordpress. Für Blog-EinsteigerInnen kann ich es empfehlen, weil die Bedienung so einfach ist.

Welche Rolle spielen Fotos, MP3-Dateien und Videoclips auf Deinem Blog? Kannst Du uns ein Bild, das Du gepostet hast und gerne magst, zeigen?
Da die Interviews ursprünglich für ein Buch konzipiert waren, spielen Mp3 Dateien und Videoclips keine Rolle bei mir. Jedes Interview ist mit einem Photo illustriert.

Wieviele Leser hast Du? Wieviele hättest Du gerne? Ist das überhaupt wichtig für Dich?
Wichtig ist für mich, dass man mit Suchanfragen wie „mit Baby ist anstrengend“, „mein Mann kümmert sich nicht ums Kind“, oder „Stillterror“ auf meinen Blog findet. Das sind Frauen, die etwas in eine Suchmaschine eintippen, was in unserer Gesellschaft nicht offen gesagt werden darf. Und da freue ich mich, wenn sie in den Interviews lesen, dass es nicht nur ihnen so geht.

Kann man bloggen lernen? Muss man viel über Computer wissen? Hast Du ein paar gute Tipps?
Man muss eigentlich nichts über Computer wissen. Jede, die im Internet surfen kann, kann einen eigenen Blog erstellen. Einfach dransetzen und ausprobieren und keine Angst vor vermeintlich komplizierter Technik.

Hast Du mit dem Bloggen auch schon negative Erfahrungen gemacht? Welcher Art?
Bisher noch nicht.

Und hast Du mit Deinem Blog auch schon Geld verdient? Wenn ja, wie?
Ebenfalls bisher noch nicht.

Benutzt Du auch twitter? Warum (nicht)? Worin siehst Du die Vor- und Nachteile von twitter?
Ich nutze Twitter nicht, weil ich meinen Blog nicht aktualisiere. Twitter finde ich sinnvoll, um auf neue Posts im Blog hinzuweisen, wobei es da auch wichtig ist, dass man es nicht inflationär benutzt, dann nervt es nämlich nur, zumindest mich. Für das private Gezwitscher zu FreundInnen und Bekannten reichen mir die Statusmeldungen bei Facebook.

Welche(n) anderen frauengeführten Blogs kannst Du empfehlen? Warum?
Leider kann ich hier keinen Geheimtipp geben. Ich lese die üblichen Verdächtigen: Maedchenmannschaft (Helga, eine der RedakteurInnen, auf GCB), Mädchenblog, antjeschrupp (Antje auf GCB), Frau Liebe etc. Außerdem viele Berlin- Blogs, die aber keine rein frauengeführten Blogs sind.

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