Jan 10, 2011

Drei Fragen an Sascha Lobo

Spiegel Online hat sich eine blogartige Kolumnen-Serie ausgedacht: Vier Männer, drei Spiegel-Autoren und Sascha Lobo, und zwei Frauen schreiben von nun an jeweils einmal pro Woche über ihnen zugewiesene Themen. Die Männer über Politik, Kultur, das Weltgeschehen und Netzthemen, die Frauen über Klatsch und Tratsch im weitesten Sinne. Dazu habe ich auch nach dem ersten Schock noch ein paar Fragen an Sascha Lobo, die ich ihm nach dem Sprung in Form eines offenen Briefes stellen möchte...

 Lieber Sascha,

ich mag Dich. Du bist ein liberaler, fortschrittlicher Typ, dem man stundenlang zuhören kann. Du sagst zuvorkommend Bitte und Danke und gibst Dir größte Mühe, Dich an Leute, die Du irgendwann irgendwo kennenlernst, auch zu erinnern. Und bei dem Wort 'Feminismus' verziehst Du keine Miene, nicht einmal ein Augenlid. Das unterscheidet Dich von langweiligeren Männern Deines Alters und liegt daran, dass Du viele ultrakompetente Frauen in Deinem direkten Umfeld hast. Zum Beispiel Kathrin Passig, der so schnell niemand etwas vormachen kann, wenn es um das Verfassen hellsichtiger Texte geht.

Umso mehr wundert mich, dass Du Deine Intelligenz in den Dienst des patriarchalen Rückschritts stellst: In einer Sieben-Tage-Woche hätte ich die redaktionelle Schwierigkeit, ein Gleichgewicht der Geschlechter herzustellen, vielleicht gerade noch verstanden. (Wobei auch dieses Problem, zum Beispiel durch wechselnde GastkolumnistInnen, leicht lösbar gewesen wäre.) Da allerdings nur an sechs Tagen geschrieben wird, die sich ja - oh, wie gerne rechne ich das vor - ganz leicht auf drei Frauen und drei Männer aufteilen lassen, wundere ich mich darüber, dass Du Dich als einziger Nicht-Spiegel-Autor dazu hinreißen ließest, ein System zu bekräftigen, das Frauen auf ihren billigen Platz im Klatsch und Tratsch verweist. Diese Aufgabenverteilung ist lachhaft.

Hättest Du nicht Deine Hirnmuckis anspannen und den Martenstein-artigen Machern von SPON batschen müssen, dass das, was sie vorhaben, unklug ist? Hättest Du nicht in Deiner Funktion als Web 2.0-Berater darauf aufmerksam machen müssen, dass männlich dominierter, politisch-kultureller Dialog ewiggestrig, im Netz seit 2010 endgültig passé und deswegen uninteressant ist? Du kannst doch auch in fortschrittlichen Reihen publizieren. Eigentlich in allen Reihen, die Dir so gefallen. Muss es wirklich unter diesen Bedingungen bei Spiegel Online sein?

Liebe Grüße,
Annina

24 comments:

  1. Freut mich, liebe Kathrin, dass er Dir gefallen hat! Viele Grüße und viel Glück bei der Wohnungssuche! ;)

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  2. Woah, ich hab eben erst den Link angeschaut - für manches sollte man so ein "Adrenalinwarnschild" für Leute mit Blutdruckproblemen verwenden. *seufz* Wie du schon sagst: Nicht nur, dass 2x3 irgendwo... sagen wir mal naheliegender gewesen wäre, aber dann noch (wieder mal) diese Themenverteilung. Arrrgh! (Aber nö, Feminismus und so ist ja sowas von ewiggestern und überholt...)

    Danke für den tollen offenen Brief. Ich versuch mich jetzt kreislaufmäßig wieder einzukriegen und mich mit Imidazolinnitroxiden abzulenken. :)

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  3. Danke für den Artikel! Ich bin gespannt, ob Herr Lobo dir antwortet ;)... Bis dahin beschäftige ich mich weiterhin mit den spannenden Klatschzeitschriften, die natürlich zuhauf bei mir rumliegen.

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  4. @all Und hier auch schon Steffi Kammerers erste Perle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,738666,00.html#ref=rss

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  5. das ist nun wahrlich eine perle. nicht. beschämend.

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  6. Ich würde jetzt gerne ein bisschen weinen.

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  7. ist denn sicher, dass der herr lobo davon wußte? oder ging es nicht ehr so ab "schreib doch mal etwas zum thema..." und nicht bestimmt nicht: "schreib doch mal etwas zum thema blabla, wir haben auch 2 frauen, die über klatsch und sowas schreiben"...
    keine ahnung. jedenfalls mal wieder ne blöde aktion.

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  8. @Anonymous Ich gebe ihm natürlich nicht die Schuld an dem quatschigen Konstrukt, auch nicht daran, dass er sich nicht öffentlich dagegen AUFLEHNT. Könnte mir auch vorstellen, dass SPON das Briefing recht vage gehalten hat - ABER er wird auf jeden Fall das grobe Konzept gekannt haben, bevor er zugesagt hat. Und dann kann man ja auch nach Details fragen.

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  9. ähm, Sascha Lobo soll jetzt für euch Frauen den Quoten und Qualitätslevel von Spon anheben, weil er da was schreiben darf?
    Verstehe ich das richtig?

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  10. Der Spiegel hält diese Kolumnist_innen-Themen-Verteilung für ein Aushängeschild, mit dem er werben kann? Lachhaft!
    Aber dass es bezahlten Kolumnist_innen bzw. Schreiber_innen, die - teils - vom iNet leben (wie Lobo), ziemlich egal sein dürfte, wie die Themenverteilung ist, ist wohl auch klar. Die Kohle muss stimmen.
    Pfui.

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  11. Was macht eine Frau im Weltall? - Kochen.
    Und in China ist mal wieder der obligatorische Sack Reis umgefallen. Nuff said.

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  12. Politisch-kultureller Dialog soll uninteressant sein, wenn er von Männern kommt? Wie überaus gleichberechtigend. Was ist das denn überhaupt für eine Art - frau ist unzufrieden, spricht aber nicht die verantwortlichen SpOn-Leute an, sondern lässt sich über einen beliebigen Beteiligten aus. Wieso wird sich nicht über die beiden Damen beschwert, die einvernehmlich mitgemacht haben? Offensichtlich haben die doch dabei versagt, ihre "besondere" Rolle als Frau nach außen zu tragen.
    Oder wurde nur der rausgegriffen, der am leichtesten angreifbar war?
    So verhält man sich nicht, wenn man etwas verändern möchte und kreativ-kritisch gestalten will. Das ist vielmehr das Equivalent des wütenden Mit-dem-Fuß-aufstampfen, und statt sich selbst um eine Lösung zu kümmern, es einem anderen hinzudonnern und zu sagen "hier, mach mal!".

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  13. 1. Sperre ich von nun an alle anonymen Kommentare.
    2. Ist politisch-kultureller Dialog natürlich nicht per se uninteressant, wenn er von Männern kommt.
    3. Lasse ich mich nicht über einen "beliebigen Beteiligten aus", sondern frage Sascha Lobo nach seinen Gründen für die Mitarbeit in diesem Format.
    4. Steht in meinen Kommentaren zum ersten Beitrag, dass ich mir einen Brief an Sibylle Berg ebenso wünschen würde. Kenne sie und ihre Arbeit aber nicht wirklich, daher möchte ich das nicht übernehmen.
    5. Sascha Lobo ist nicht leicht angreifbar und wurde von mir, I repeat, auch zu keiner Zeit angegriffen.
    6. Vielleicht kannst Du mir ja verraten, wie man sich korrekt verhält, wenn man etwas "kreativ-kritisch gestalten" will? Darauf wäre ich neugierig!

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  14. Grundsätzlich ist es, Kursivschrift, "unklug", jemandem die Möglichkeit zum Kommentieren zu sperren, und ihm dann Fragen zu stellen. Meinereiner hat zwar nichts zu verbergen(www.nomo.cc, twitter.com/nomo_cc), letztlich möchte ich aber selbst über die Angabe meiner Identität entscheiden können.

    1. hätten wir damit schonmal erledigt.
    2. Dann macht die zweite Frage im Posting keinen Sinn.
    3. Offene Briefe sind üblicherweise ein Mittel der Kommunikation, welches gewählt wird, wenn der Adressat nicht persönlich bekannt ist und aufgrund seiner repräsentativen Rolle angesprochen wird. Das ist ja das Angenehme an persönlichen Bekanntschaften - man kann Belange persönlich besprechen. Was ein kommerzieller Blogger bei einer kommerziellen Bloggingaktion wohl zu suchen hat? Die Vermutung liegt nahe, dass er da einfach Beiträge schreiben wird, und nicht das Machtgefüge in der SpOn-Chefetage zu Fall bringen will. Mir fehlt schlicht das Verständnis, warum ausgerechnet der Lobo dafür verantwortlich sein soll, was hier bemängelt wird. Ich pöble ja auch nicht das Kassenmädel an der Tanke an, wenn mir der Sprit zu teuer ist.

    4. und 6. Diese Fragen beantworten sich gegenseitig.

    5. Der Vorwurf an Lobo, die eigenen Denkfähigkeiten nicht zu nutzen, ist allein subjektiv begründet und somit komplett unkonstruktiv.

    Mal gespannt, welchen seltsamen Namen mir das Anmeldeteil jetzt anzeigt.

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  15. @"Lors" Wie Du siehst, habe ich Dir ja nicht "die Möglichkeit zum Kommentieren" gesperrt. Irgendwie muss ich gewusst haben, dass Du genug Wege kennst, um Deine Meinung - übrigens anders als Sascha und ich - weiterhin anonym unter die Leute zu bringen. Nun denn.

    Zu 2. Das Zauberwort heisst "dominiert".

    3.Ich habe offene Briefe immer für Möglichkeiten unter Menschen aller Art gehalten, die der Meinung sind, dass die Belange, die sie diskutieren, nicht nur sie privat etwas angehen. Hier geht es darum, warum aufgeklärte, intelligente Männer, die auch andernorts viel Geld verdienen könnten, sich nicht einmal in den offensichtlichsten Fällen für mehr Gleichberechtigung in der Gesellschaft einsetzen. Von anderen diskriminierten Gruppen in Deutschland, die, wie heute andernorts schon angemerkt wurde, im hiesigen Journalismus komplett unter- oder unrepräsentiert sind, ganz zu schweigen.

    Mich im Nichtstun gestalterisch zu betätigen, kommt nicht in Frage.

    Seine Denkfähigkeit nutzt Sascha zu 100% auch im Schlaf. Etwas SAGEN hätte er können.

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  16. @Annina: Du bestimmst die Regeln fuer dein Blog. Wenn einer sich nicht dran haelt und sie umgeht, warum laesst du dich dann auf eine Diskussion ein? Warum antwortest du ihm noch? Dass er die technische Macht hat, Regeln zu umgehen, kannst du nicht aendern. Wenn du weiterhin antwortest, gibst du ihm auch Macht ueber dich.

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  17. Vielleicht möchte ich ja bezwecken, dass man sich auf das konzentriert, was ich aussage, und nicht, wer es sagt. Dass dies nicht unerheblich ist, zeigt diese ganze Sache hier überdeutlich. Du kritisierst Lobo schließlich nicht dafür, dass er Beiträge für SpOn schreibt, sondern dass er eine fiktive Pflicht der Verteidigung der Unterdrückten nicht wahrnimmt. In dem Moment, wo der Lobo sich hinstellt und darüber schreibt, dass Frauen aufgrund ihrer kürzeren Füße besser am Herd stehen können, würde die Kritik ja greifen - das ist aber nicht der Fall. Im Gegentum. Diejenigen, denen die vorurteilstriefenden Platitüden aus der genderneutralen Feder geflossen sind, sind doch die weiblichen Teilnehmer dieser lustigen Aktion. Zwei Frauen sehen sich "offensichtlichst" diskriminiert durch Rollenverteilung, und wie reagieren sie? Indem sie sich mit offenen Armen in die flauschigen Klischees stürzen.
    In keiner Stelle deiner Argumentation hast du die beiden Frauen dafür verurteilt, was du eigentlich kritisieren wolltest, und stattdessen einen de facto Unbeteiligten an den Pranger gestellt. So funktioniert kritischer Dialog einfach nicht.
    Und damit bleibt von deinem "offenen Brief" einfach nicht mehr viel übrig.

    www.nomo.cc

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  18. Oliver - ich habe mich hier weitaus detaillierter identifiziert als du, mit allen Möglichkeiten, die das Netz bietet, um mich persönlich zu erreichen.

    Wie wäre es, wenn man sich mit der gegebenen Kritik auseinandersetzt, anstatt sich über beteiligte Personen auszulassen? Bist du komplett damit einverstanden mit dem, was Annina gepostet hat? Wenn ja, wo trifft meine Kritik nicht zu?

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  19. Liebe Annina,

    es fühlt sich seltsam an, wenn jemand, den man irgendwie im privaten Rahmen kennt, einem ohne Vorwarnung einen "offenen Brief" schreibt. Etwa so, als würde ein Nachbar sich eine Tasse Mehl leihen und eine Live-Kamera von RTL wäre dabei.

    Bei einer öffentlichen Antwort muss ich etwas vorausschicken, was ich Dir schon gesagt habe, was für andere vielleicht überraschend ist: ich empfinde mich als Feminsten. „Hä?“ fragt der Laie und die Fachfrau wundert sich. Um (wie die Mädchenmannschaft) mit der Encyclopaedia Britannica zu sprechen: im Kern ist Feminismus der Glaube an die soziale, ökonomische und politische Gleichheit der Geschlechter und daran glaube ich. Ebenso bin ich überzeugt, dass man nicht „manchmal feministisch“ sein kann, so, wie es auch Unsinn ist, donnerstags von 10 bis 11.30 Uhr Antirassist zu sein. Und ich glaube daran, dass es besonderer Maßnahmen bedarf, diese Gleichheit durchzusetzen, denn nachvollziehbarerweise lässt sich eine noch nicht vorhandene Gleichheit kaum allein mit Gleichbehandlung erreichen. Dass mit dem Umhängeschild des Feminismus auch viel Quatsch passiert ist – geschenkt, mit welchem -ismus ist das nicht passiert? Welcher Anhänger etwa des Liberalismus selbst wendet sich von seiner Grundüberzeugung ab, nur weil Westerwelle tut, als sei er liberal? Kurzer Ausflug: Du sprachst Kathrin Passig an, die übrigens doch den Mund verzieht, wenn sie "Feminismus" hört, weil sie vor nicht allzulanger Zeit als Sadomasochistin vorgeblich im Namen des Feminismus für ihre sexuelle Ausrichtung stigmatisiert worden ist. Eine schöne Überleitung dahin, dass für mich die Themen Feminismus und Gender zusammengehören, dass in meinen Augen Diskriminierung aus jedweden Geschlechtsgründen der übergeordnete Feind ist.

    Wer sich länger als sieben Sekunden mit dem modernen Feminismus beschäftigt, wird feststellen, dass das alles in etwa Feminismus-Mainstream ist, es sich also um Selbstverständlichkeiten handelt. Ich schreibe es trotzdem auf, weil zum Beispiel durch die letztjährige Debatte um eine Frauenmailingliste, bei der sich die Piraten durch die Dummheit einzelner Mitglieder sehr geschadet haben, mir klar geworden ist, dass meine linksliberal-demokratische Grundhaltung mit Tendenz zur offensiven Toleranz doch nicht so en vogue ist, wie ich zwischendurch dachte. Um die Ecke findet sich leider doch immer ein Rassist, ein Idiot und auch einer der vier antifeminstischen Typen nach Hedwig Dohm (das angedeutete Werk findet sich shmooverweise beim Gutenberg-Projekt: http://gutenberg.spiegel.de/dohm/antifemi/antifemi.xml )

    Aber ich verlabere mich gerade erheblich, daher schwenke ich direkt um auf die Beantworung Deiner Fragen. Deine Unterstellung, ich würde mich „in die Dienste des patriarchalischen Rückschritts stellen“, empfinde ich als unpassend übertrieben. Warum? Wenn man um die enge Verbindung von Linguistik und Feminismus weiss, dann ist es nicht verkehrt, an dieser Stelle eben doch die Goldwaage herauszuholen. Und da schiesst Du von den Begriffen her mit einer solche Behauptung mit Laserkanonen auf blinde Spatzenbabys mit nur einem Flügel.

    (Ende Teil 1)

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  20. (Teil 2)

    In einer herausgehobenen Position wie bei einer Kolumne auf Spiegel Online kann es nur um Symbole gehen. Würden wir hier von einem Berufsfeld sprechen, in dem es gälte, ein Fanal gegen die Ungleichberechtigung zu setzen, hättest Du auf ganzer Linie recht. Es kommt mir allerdings nicht so vor, als seien Kolumnen zu selten weiblich besetzt. Weil das Signal „Seht her, es gibt sehr wohl auch Kolumnistinnen!“ aus meiner Perspektive zu den weniger akut notwendigen gehört, habe ich mich mit zwei Frauen bei vier Männern zufriedengegeben, als explizit noch akzeptable Untergrenze. Die übrigens auch intern im Blick war, soviel kann ich wohl verraten, mit einem schlechteren Verhältnis hätte sich niemand wohl gefühlt.

    Was direkt überleitet auf die inhaltliche Kritik, nämlich die Themenwahl bezogen auf die Geschlechter. Und hier sehe ich eine große Ungerechtigkeit deinerseits, denn für das Epizentrum der neuen SPON-Kolumnen halte ich Sibylle Bergs Texte. In meinen Augen machst Du den Fehler, Dich vom Titel täuschen zu lassen. Lies mal ein paar Texte von ihr, zum Beispiel diesen aus der ZEIT: http://www.zeit.de/2005/16/KolumneBerg_7
    Ich finde das grandios und glaube aus genau diesem Grund, dass der Samstag zum wichtigsten SPON-Tag wird oder zumindest zum erbaulichsten. Die Unterstellung, damit „Frauen auf ihren billigen Platz im Klatsch und Tratsch“ zu verweisen, ist ohne Kenntnis des Inhalts von Sibylles Kolumnen nah an der Unverschämtheit. Wobei ich ihre zukünftigen Texte eben auch nicht kenne, aber mir anhand ihrer früheren große Hoffnungen mache.

    Insofern kann ich den Hintergrund Deines Unmuts verstehen, die Frage, warum ich keinen Druck ausgeübt habe, aber nicht. Denn Deine inhaltliche Zuordnung ist nach meiner Lesart ungerecht und vorverurteilend und die Geschlechterverteilung alles andere als ideal, aber noch akzeptabel.

    (Ende)

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  21. Lieber Sascha,

    das die Geschlechterverteilung irgendwie nicht ideal aber noch akzeptabel ist, ist die Crux an der Geschichte. Es ist 2010 und ich freue mich schon fast, dass es mehr als eine Quotenfrau gibt? Warum sind wir denn da nicht weiter?

    Ich weiß nicht, wie es beim Spiegel ist, aber bei uns (also der Mädchenmannschaft) ist Samstag der mit Abstand schwächste Tag und genau dann läuft Sibylle Berg. Die mit „Lebenshilfe“ beworben wird. Selbst wenn das am Ende alles tolle Texte sind, denkt doch erstmal jede_r an die Lebenshilfe-Seiten, die es besonders in Frauenzeitschriften gibt.

    Viele Grüße,
    Helga
    (Ende)

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  22. Der Vollständigkeit halber nicht nur auf Sascha's Posterous, sondern auch nochmal hier:


    Lieber Sascha,

    vielen Dank für Deine Antwort. Hier ein paar Zeilen zum einzigen Punkt, auf den ich nochmal gesondert öffentlich eingehen möchte:

    Ich glaube keineswegs, dass ich die Intentionen (!) des Spiegels, was die Inhalte der von den Frauen verfassten Kolumnen betrifft, falsch gedeutet habe. Und in der Tat hege ich, genau wie Du, noch große Hoffnung, was Sibylle Bergs Texte betrifft. Leider haben sich 50% des weiblichen Kaders aber bereits durch Kammerers ersten Beitrag ins Off der im Vorfeld angedrohten Belanglosigkeit katapultiert.... Und unverschämt finde ich mich an dieser Stelle ganz und gar nicht. Ich habe meine Meinung geäußert, meine Fragen gestellt, eine spannende Antwort erhalten ... Ist doch ok. :)

    Liebe Grüße.

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  23. Ich finde nicht, dass Lobo schon so alt ist, um sich nicht mal mehr ausprobieren zu dürfen. Soll er doch.

    Da nerven mich eher Frauen, die sich dann doch wieder nur auf die Tratsch-Themen reduzieren lassen.

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